Wer im Landkreis Marburg-Biedenkopf auf die Unterstützung des Kreisjobcenters (KJC) angewiesen ist, erfährt oft sehr schnell, wie schmal der Grat zwischen staatlicher Hilfe und bürokratischem Zwang ist. Unter dem Deckmantel der „Eingliederung“ werden Betroffene regelmäßig mit massiver Druckausübung und Sanktionsandrohungen in Kurse gedrängt. In Marburg führen die Spuren dieser Zuweisungen auffallend oft zu denselben Adressen: Zwei bekannten gemeinnützigen GmbHs (gGmbHs), die seit Jahren den lokalen Maßnahmemarkt dominieren. Obwohl Jahr für Jahr Unmengen an Steuergeldern in diese Konstrukte gepumpt werden, bleibt das Ergebnis für die Betroffenen ernüchternd: Keine echte Hilfe, keine nachhaltigen Arbeitsplätze, aber jede Menge Frustration.
Der Nötigungsdruck des KJC: Mit Sanktionen in die Sinnlosigkeit
Von einer Förderung auf Augenhöhe kann für viele Betroffene im Landkreis keine Rede sein. Das Kreisjobcenter Marburg nutzt die rechtlichen Instrumente der Eingliederungsvereinbarungen und Verwaltungsakte rigoros aus.
- Zwang statt individueller Förderung: Wer Bedenken äußert oder hinterfragt, ob eine zugewiesene Maßnahme überhaupt zur eigenen Qualifikation passt, bekommt umgehend die Härte des Apparats zu spüren. Der drohende Entzug der Existenzgrundlage durch Leistungskürzungen wird als Druckmittel eingesetzt, um die Plätze bei den Trägern zu füllen.
- Das Marburger Monopol der zwei gGmbHs: Ob Arbeitsgelegenheiten, Orientierungskurse oder Beschäftigungsprojekte – der Weg führt in Marburg fast gebetsmühlenartig zu den immer gleichen zwei gGmbH-Strukturen. Es entsteht der Eindruck eines geschlossenen Systems, in dem das KJC als verlässlicher Zulieferer von menschlichem „Material“ agiert.
Millionen an Steuergeldern – aber wo bleibt die Hilfe?
Das eklatante Missverhältnis zwischen dem finanziellen Aufwand und dem tatsächlichen Nutzen für den Hilfesuchenden ist der eigentliche Skandal hinter dieser Praxis.
- Scheinbeschäftigung auf Staatskosten: In den Projekten der Marburger Träger erleben Betroffene statt moderner Qualifizierung oft reine Zeitabsitzerei. Arbeiten, die mit vollwertigen Arbeitsplätzen nichts zu tun haben, werden als „Aktivierung“ verkauft. Der Einzelne wird verwaltet, nicht gefördert.
- Die unberührte Geldquelle: Über Förderprogramme und kommunale Budgets fließen riesige Summen an öffentlichen Geldern direkt an die Trägerstrukturen. Während die Träger von diesen verlässlichen Einnahmequellen profitieren, stehen die Maßnahmeteilnehmer nach Ablauf der Frist meist genau an demselben Punkt wie zuvor: Ohne Job auf dem ersten Arbeitsmarkt.
- Fehlende Transparenz und Kontrolle: Warum gibt es vom Landkreis und dem KJC Marburg keine lückenlose, unabhängige Offenlegung darüber, wie viele Menschen durch genau diese gGmbH-Maßnahmen dauerhaft in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse außerhalb des subventionierten Sektors vermittelt wurden? Das Schweigen der Verantwortlichen spricht Bände.
Schluss mit dem teuren Verwahr-System!
Das System der erzwungenen Eingliederungsmaßnahmen in Marburg ist eine verheerende Fehlallokation von Steuergeldern auf dem Rücken sozial schwächerer Bürger. Es dient in erster Linie der Kosmetik von Arbeitslosenstatistiken und dem Selbsterhalt einer aufgeblähten Maßnahme-Industrie.
Wir von den „Freien Medien Germany“ fordern das KJC Marburg auf, den Zwang zu sinnfreien Projekten sofort zu beenden und Steuergelder ausschließlich dort einzusetzen, wo eine echte, individuelle und von den Betroffenen gewünschte Qualifizierung stattfindet. Auf www.freiemediengermany.com geben wir den Opfern dieses Systems eine Stimme – sachlich, kritisch und direkt vor Ort!
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